Protokoll des Treffen der Ini Berliner PD am 6.4.2017

Mitglieder der Ini besuchten u.a. den Diskussionskreis der Linken zum Thema Hochschulen: der Berliner Koalitionsvertrag beinhaltet: die Unis sollen etwas mehr Geld bekommen und verpflichten sich zukünftig 35% der Beschäftigten auf Dauerstellen zu setzen. Tobias Schulze, Mitglied des Abgeordnetenhauses für die Linken, lud ein. Er und der Ausschuss will/wollen sich dafür einsetzen, dass die Hochschulen hier nicht schummeln. Unser Vorschlag hingegen: 3-Jahres-Gastprofessuren für freischaffende Künstler an den Unis wie Privatdozenten einzurichten, wurde im Ausschuß eher abgelehnt. Allerdings könnten diejenigen PD, die Titellehre machen und kein nennenswertes sonstiges Einkommen haben, bezahlt werden. Auch sollten Vertretungsprofessuren zunächst den PD angeboten werden. Die PD sollen außerdem in den neuen Personalentwicklungsplänen berücksichtigt werden, so unser Vorschlag.

In der neuen „Forschung & Lehre“ des DHV heißt es im neuen Heft dem Sinne nach: Heute wären eigentlich alle Vorstellungen der Bertelsmann-Stiftung von 1990 umgesetzt. Seitens der Unis kam kein Widerstand. Offenbar ist die winzige Gruppe der gutbezahlten Professoren nicht interessiert, sich um die anderen zu kümmern, mutmaßten welche in der Gruppe. Auch die Tagung der Schleyer-Nixdorf-Stiftung zu Karriere-Chancen war dominiert von alten Männern, „Mittelbauer“ kamen nicht zu Worte, Frauen waren kaum zu sehen. An der PD-Problematik war man kaum interessiert, insbesondere auch nicht seitens der grünen Bildungsministerin wie z.B. in Baden-Württemberg.

Andererseits berichtete Linda Guzetti: die GEW hat die Forderung, dass Privatdozenten und Privatdozentinnen bezahlt werden sollten, nunmehr aufgenommen. Das neue Netzwerk „prekäres Wissen“ organisierte mit Hilfe der Rosa-Luxemburg-Stiftung die Tagung „Gute Arbeit in der Wissenschaft“, ein Minijob über 5000 Euro für den Koordinatoren machte es möglich. Und so trafen sich in Leipzig im Januar zu einem ersten bundesweiten Treffen knapp 100 Interessierte. Dieses Treffen war sehr anregend, insofern eine echte Begeisterung für ein Zurück zu einer konzernfreien Wissenschaft vorlag. Von der FU war u.a. der Politologe Peter Grottian dabei.  Diese neue, nun sogenannte „NGAWiss.“ hat am 5. Mai ein Folgetreffen, in dem Forderungen und Aktionen für die nächste Zeit besprochen werden sollen.

6.4.2017 Elisabeth Meyer-Renschhausen

 

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